Ayurveda

Ayurveda - ein ganzheitlicher Weg...

…der vor allem in Indien und Sri Lanka praktiziert wird.
Ayurveda ist das Wissen von der Gesundheit. Es ist ein System welches bis 4000 Jahre zurück verfolgt werden kann und in verschiedene Zweige aufgeteilt ist. Das Ayurveda-System beinhaltet Kräuter-Medizin, Massagen, Ernährungslehre, Atemübungen, Yoga und Meditation.
Das ayurvedische Heilsystem schliesst die 5 Elemente ein und ist gegliedert in die 3 Doshas, (Lebensenergien)

Vata (Äther/Luft), Pitta (Feuer/Was­ser) und Kapha (Wasser/Erde), welche für die individuelle Persönlichkeit eines Menschen verantwortlich sind. Die Doshas sind verantwortlich für unseren mentalen Zustand unsere Körper-Konstitution und unsre Emotionen. Wir sind mit einer Grundkonstitution geboren, aber durch unseren Le­bens­wandel, traumatische Erfahrungen und falsche Ernährung, entsteht ein Ungleichgewicht oder im schlimmsten Fall wird man krank. Die Doshas sind nicht mehr in der natürlichen Balance. Ayurveda versucht dieses Gleichgewicht wieder herzustellen und uns wieder in Harmonie mit uns selbst zu bringen.

Aus Sicht des Ayurveda kann der Mensch nur in einem harmonischen Umfeld ein gesundes und zufriedenes Leben führen. Bereits kleine Veränderungen können eine grosse Wirkung erzielen, dass wir wieder in Einklang mit uns selber kommen.
 

In Indien ist Ayurveda in erster Linie eine Heilkunst/Naturmedizin, die im alltäglichen Leben gelebt wird. In der westlichen Welt wird Ayurveda leider oft nur als Wellness verstanden und alle anderen Aspekte werden oft nur am Rande - wenn überhaupt - beachtet.

Auch wird in Indien zur medizinischen Behandlung immer ein Massagezyklus von mehreren Tagen verordnet um die volle Wirkung von Ayurveda zu er­langen. Oder je nach Schwere der Krankheit eine 4 wöchige Panchakarma-Kur. In der westlichen Welt geht dies leider fast komplett verloren durch den Wellness Aspekt.

 

Unterschied, zwischen dem traditionellen und westlichen Ayurveda

Entstehung von Krankheiten

Bis Beschwerden oder Krankheiten auftreten, ist aus ayurvedischer Sicht schon ein langer Prozess vorab geschehen.

1. Durch negative Einflüsse und Lebenswandel geraten die 3 Doshas aus dem Gleichgewicht.
2. Wird nun das Problem vom Ungleichgewicht nicht behoben, wird es immer grösser. (Provokation)
3. Nach und nach verbreitet sich das Ungleichgewicht im ganzen Körper. Bis zu diesem Punkt können wir mit richtiger 

    Ernährung wieder alles korri­gie­ren.
4. Falls keine Umstellung vom Lebenswandel und der Ernährung vorgenommen wird, setzt sich Ama (Schlacke oder

    Abfallstoffe) an den Schwach­stellen im Körper ab.
5. Nun können erste Symptome im Körper wahrgenommen werden.
6. Es können akute Beschwerden auftreten. Ignoriert man die Probleme weiterhin können sich chronische Krankheiten

    entwickeln.

Wirkung der Massagen (Snehana)

Im Ayurveda kennt man ein vielseitiges Angebot an Behandlungen. Für die Ayurvedamassagen werden medizinierte Kräuteröle aus Indien verwendet. Die Kräuteröle werden den individuellen Doshas angepasst. Sie zielen auf die Marmas (Energiepunkte) und Dhatus (7 Gewebe) ab um die Energien und das Immunsystem wieder in Fluss zu bringen. Die Massagen sind sehr intensiv und fördern den Abtransport von Abfallstoffen und Schlacken. Es können auch alte, festgesetzte Emotionen ausgelöst werden, welche Ursache für Blockeden sein können. Im anschliessenden Dampfbad/Schwitz­kas­ten werden alle für den Körper unnötigen Stoffe ausgeschwitzt.
Die Massagen wirken sehr positiv bei Durchblutungsstörungen, Arthrose, unterstützen die Gewebe nach Unfallverletzungen, Muskeln, Ge­we­be, Blutkreislauf (Venen und Arterien) und fördern das Verdauungsfeuer (Agni). Sie stärken das Nervensystem, lindern Stress und Schlaf­stö­rungen und bauen Ojas (Lebensenergie) auf und fördern das Immunsystem.

 

Bei mehrtägigen Behandlungen wird auch ein sehr effektiver Abführtag (Virechana) durchgeführt, damit zusätzlich über das Darmsystem aus­ge­schie­den werden kann. Ayurvedische Ernährung im westlichen Sinn "kurz und bündig"
 

Ayurvedische Ernährung im westlichen Sinn "kurz und bündig"

Oft wird im Westen unter ayurvedischer Ernährung indisches Essen verstanden. Dies ist aber ein gravierender Fehler, denn aus ayurvedischer Sicht empfiehlt es sich immer "REGIONAL & SAISONAL" zu essen. Also Lebensmittel die bei uns wachsen und gedeihen sind für uns auch besser.
So sind zum Beispiel Südfrüchte und Kokosnuss für uns viel zu kühlend und wirken sich eher schlecht aus in unseren klimatischen Bedingungen.

Die Lebensmittel sollten immer "FRISCH GEKOCHT & WARM GEGESSEN" werden.
Der Saison angepasste Lebensmittel verwenden.
An einem ruhigen, friedvollen Ort, mit viel Ruhe essen.
Nur essen, wenn man wirklich hungrig ist.
Essen sollte einem immer Freude bereiten.